Ach, wie schön wäre es, sich im Sommer am Strand zu aalen, im Meer zu erfrischen und durch fremde Städte zu schlendern. Kein Geld da? Aber es gibt doch Kredite! So oder so ähnlich lautet die Botschaft vieler Geldhäuser in den Sommermonaten an ihre Kunden. Die Verbraucher sind bei den Urlaubskrediten zum Glück aber sehr skeptisch und lehnen die Angebote der Geldhäuser überwiegend ab. Nur sechs Prozent befürworten einen Urlaubskredit.
Die Einstellung zum Urlaub auf Pump hängt allerdings stark vom Alter der Befragten ab. Am striktesten gegen eine solche Finanzierung sind die 30- bis 39-jährigen. Jüngere Reiselustige zeigen sich hingegen schon offener: Unter den 14- bis 29-jährigen sind es immerhin schon 15 Prozent, die sich einen Kredit für den Urlaub vorstellen können. Zwei Drittel davon beabsichtigen sich das Geld allerdings eher von Freunden und Verwandten zu leihen als von der Bank. Das fand Emnid in einer Umfrage für das Magazin „Reader’s Digest“ heraus.
Auch Fernreisende sind eher bereit, sich Geld für ihren Urlaubstrip zu borgen. Sie sprechen sich doppelt so oft für einn Kredit aus, wie Urlauber, die in heimischen Gefilden bleiben.
Banken müssen über Kostenfaktoren aufklären
Bankkredite variieren in ihrer Zinshöhe teilweise je nach Zweck. So sind Autokredite meist günstiger als solche für einen Anbau ans Haus. Es gibt aber auch Ratenkredite, die bei ausreichender Bonität gänzlich unabhängig vom Zweck gewährt werden — und so für einen Urlaub in Frage kommen.
Will man sich den Urlaub auf Pump finanzieren, sollte man unbedingt Angebote verschiedener Geldhäuser einholen. Die sind übrigens seit 11. Juni verpflichtet, alle für einen Kredit relevanten Kosten aufzudecken. Das erleichtert den Vergleich erheblich. Tun das die Bank-Berater nicht ganz selbstverständlich, sollte man sie ruhig mal auf die neue Verbraucherrichtlinie ansprechen.


